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   SV-SK Zella-Mehlis 1891 e.V.
 

 
 
 
 
 
 
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VEREINSGESCHICHTE

Aus der Geschichte der Schützenvereinigung-
Schützenklub Zella-Mehlis 1891 e.V.

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Mit der politischen Wende 1989 und der Vereinigung beider deutscher Staaten ist der Weg für die Wiedergründung von Schützenvereinen offen.
Am 3.05.1990 erfolgt die Wiedergründung des Schützenklubs Zella-Mehlis.
Gründungsmitglieder sind vorrangig Angehörige der Metallhandelsgenossenschaft (MEHAG). Diese hatten zu DDR-Zeiten eine eigene Schießgruppe aufgestellt.
Fast zur gleichen Zeit gründete sich die Schützenvereinigung Zella-Mehlis.
Dieser Verein machte sich die alten Schießtraditionen ebenfalls zum Vorbild. Der Name des Vereins hat jedoch keinen historischen Hintergrund.

Beide Vereine nutzen gemeinsam den Thüringenschießstand.
Die Schützen haben hier die Möglichkeit folgende Disziplinen zu trainieren:
- Kleinkaliber-Gewehr
- Kleinkaliber-Sportpistole
- Großkaliber-Sportpistole
- Freie Pistole
- Luftgewehr
- Luftpistole

Beide Vereine nehmen Verbindungen zu Partnervereinen auf. Der Schützenklub mit der Sebastianusbruderschaft Andernach am Rhein, die Schützenvereinigung mit dem Schützenverein Grüntal-Waldaschaff bei Aschaffenburg.

albert

Ehrenschützenmeister Albert Mahr, Schützenkönig 1992/93

Der Schützenklub ist Wiedergründungsmitglied des Thüringer Schützenbundes.
Beide Vereine sind seit dem 1.September 1990 ordentliche Mitglieder des Thüringer Schützenbundes.
Seit dem 25.April 1991 gehören beide Vereine dem Landessportbund an.
Da beide Vereine stark zusammenarbeiten und auch den Schießstand gemeinsam nutzen, wurde beschlossen, eine Vereinigung beider Vereine durchzuführen. Diese erfolgt zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung 1993.
Ab diesem Zeitpunkt heißt der Verein "Schützenvereinigung-Schützenklub Zella-Mehlis 1891 e.V." .
Der neugeschaffene Verein machte es sich zur Aufgabe, die Schießmöglichkeiten für die Mitglieder sowie die Bevölkerung weiter auszubauen.
Zu den bekannten Schießen (Stadtschützenfest, Königsschießen, Meisterschaften innerhalb des Thüringer Schützenbundes, u.a.) wurde zu Ehren unseres verstorbenen Ehrenmitglieds Erich Krempel (Weltmeister mit der Freien Pistole 1939) ein Schießen um den Erich Krempel-Pokal aufgenommen. Dieses Schießen wird seitdem jährlich durchgeführt.
Höhepunkt des Jahres 1994 war die feierliche Übergabe der neuen Fahne.
Trotz des relativ kurzen Bestehens kann der Verein auf viele sportliche Erfolge zurückblicken.
Bei den Landesmeisterschaften konnten oft vordere und erste Plätze belegt werden.
Nach langen Verhandlungen mit der Stadt Zella-Mehlis und anderen Behörden wurde dem Verein der Thüringeschießstand 1994 im Erbbaurecht übertragen.
Erst jetzt war es dem Verein möglich bauliche Maßnahmen zur Erhaltung des Schießstandes zu planen und durchzuführen.

Im Februar 1997 wurde aus Anlaß des 175. Geburtstages von Albert Sterzing, dem Gründers des Deutschen Schützenbundes, ein Jubiläumsschießen durchgeführt.
Baulich gelang es bisher, die Innenräume, das Schießstanddach, die Schießhallen sowie einen Teil der Schießstände zu sanieren.

fahnenweihe

Fahnenweihe 1994

Ziel des Vereins ist es, die Sanierung des Thüringensschießstandes in den kommenden Jahren zu beenden, um bessere und zusätzliche Schießmöglichkeiten zu schaffen.
In diesem Jahr kann der Verein nicht nur auf 475 Jahre Schützenwesen zurückblicken, sondern auch auf 110 Jahre Schützenklub Zella St. Blasii und über 10 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten.

 

Aus der Geschichte des Schützenklubs "Zella St. Blasii"

Als weiterer Verein neben den bestehenden zwei Schützengesellschaften wird am 16. September 1891 der Schützenklub Zella St. Blasii im Albrechtsgarten gegründet. Als Vereinslokal wird die Gastwirtschaft im Albrechtsgarten gewählt.
Zweck des Vereins ist es, das Schießen mit dem Zimmerstutzen zu üben sowie den kameradschaftlichen Verkehr zu pflegen.
Hier ist anzumerken, daß das Zimmerstutzenschießen zu dieser Zeit sehr beliebt war und auch im Winter durchgeführt werden konnte.
Schon 1892 wird eine Schießhalle errichtet, in der es im gleichen Jahr möglich war, das erste Haupt- und Königsschießen durchzuführen.

albrechtsgarten

Vereinslokal Albrechtsgarten

Innerhalb kürzester Zeit traten dem Verein eine große Anzahl von Schützen bei. Der daraus entstehende Mitgliedsstand machte es möglich schon 1894 eine Vereinsfahne zu bestellen. Diese Fahne wurde am 14. Juli 1895 durch Oberpfarrer Buddeus geweiht.
Am 12. Juni 1904 wurde der Anbau der Schießstube durch den Schützenwirt Arno Barthelmes fertiggestellt.
1907 tritt der Schützenklub dem Thüringisch-Fränkischen Schützenbund bei.
1909 wird der Thüringer Zimmerstutzen-Schützenbund vorrangig auf Betreiben des Schützenklubs gegründet.
Nach vorausgegangenen Differenzen, beendet der Schützenklub am 2. März 1912 seine Mitgliedschaft im Thüringer Zimmerstutzen - Schützenbund.
Der Schießbetrieb während des I. Weltkrieges wurde nur in geringem Umfang durchgeführt.
1920 mußte der Albrechtsgarten verlassen werden, da im Saal eine Fabrikation eingerichtet wurde. Der Verein siedelte für kurze Zeit auf den Schützenhof Zella über. Da aber der Vorstand der Schützengesellschaft eine dauerhafte Niederlassung ablehnte, mußte ein anderes Lokal gefunden werden.
Zum Ende des Jahres wird beschlossen dem Thüringer Zimmerstutzen-Schützenbund 1921 wieder beizutreten.
Als neues Vereinslokal wurde der Gasthof "Zur deutschen Eiche" gewählt.
1921 wurde das 30jährige Vereinsjubiläum mit einem großen Preisschießen begangen. Die Festrede hielt Bürgermeister a.D. Otto Barthelmes.

reuss

Schützenkönig 1927/28: Louis Reuß,
Schützenmeister 1921 - 1927

Vom 15.-17. August 1925 findet das VI. Thüringer Bundesschießen in Suhl statt. Hieran beteiligt sich der Schützenklub. Die Mannschaft erringt das 2. Fahnenband.
1926 errichtet der Schützenwirt Willy Krautwurm 9 Freilicht-Schießstände.
Am 13. und 14. Oktober 1928 findet in der Turnhalle ein Bundesvergleichsschießen statt. Paul Jacobs vom Schützenklub wird hierbei I. Bundeseinzelmeister.
Vom 15.-21. Mai 1929 findet auf den Ständen des Schützenklub "Lauter", Suhl das VIII. Thüringer Bundesschießen des Thüringer Zimmerstutzen-Schützenbundes statt. Der Schützenklub erringt das 2. Fahnenband.
1931 wird das 40jährige Jubiläum begangen. Die Söhne des Gründers Arno Barthelmes stiften eine Wanderplakette zum jährlichen Ausschießen bis zum 50jährigen Jubiläum.
1932 nehmen 2 Mitglieder am Städtewettkampf zwischen Erfurt und Zella-Mehlis teil. Die gemischte Mannschaft aus Zella-Mehlis ging hierbei als Sieger hervor.
Am 29. Juli 1933 wird die Gleichschaltung zur nationalsozialistischen Regierung vollzogen.
Der Thüringer Zimmerstutzen-Schützenbund wird in den Deutschen Schützenbund eingegliedert.
Beim Bundesschießen im Wilhelmstal vom 19.-22. Mai 1934 gelingt es der Mannschaft des Schützenklubs die Bundesmeisterschaft Klasse A zu erringen.
Das 1. Fahnenband und ein wertvoller Pokal wurden errungen.
Bundeseinzelmeister wurde Franz Schilling ebenfalls vom Schützenklub.
Das Führerprinzip muß eingeführt werden. Der Titel Schützenmeister wird in Vereinsführer umbenannt.
1937 wird die Ehrennadel für Verdienste um den Schießsport des Deutschen Schützenverbandes an Louis Reuß, Louis Helfricht und Otto Anschütz verliehen. Die Verleihung erfolgt durch den Kreisschützenführer Dr. Jasper.
Verhandlungen mit der Schützengesellschaft Zella führen dazu, daß der Schützenklub 1938 auf den neugebauten Thüringenschießstand umzieht.
Vom 21.-23. Mai 1938 findet auf dem Thüringenschießstand das Haupt- und Königsschießen statt.
An der offiziellen Einweihung des Thüringenschießstandes 1939 nimmt der Schützenklub zahlreich teil.
1941 kann der Schützenklub sein 50jähriges Bestehen feiern. Trotz des Krieges wird ein großes Preisschießen veranstaltet.
Hervorzuheben sind die Grüße durch den Oberbürgermeister Herrn Grupe und den Gauschützenführer Oberst von Kummer.
1943 wird das letzte Königsschießen durchgeführt.
1945 wird der Schützenklub Zella wie alle anderen Vereine aufgelöst.

Text+Bilder Auszugsweise aus:
Jubiläumsschrift 475. Jahre Schützenwesen in Zella-Mehlis,
Verfasser: Jörg Hoffmann

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